Ökumenischer Kirchentag 2003

Teil 1, Anreise (Mittwoch)
Buck ist ein Meister im Organisieren. Nichts nur dass er einwilligte, dass der Daniel in Berlin alle Organisation für ihn übernimmt, nein er kümmmerte sich auch selber um seine Anreise. Schon Wochen vor dem Kirchentag. Aber leider Monate zu spät, alle Busse und Sonderzüge, Billigflieger, Draisinen, Luftschiffe und Mongolfieren (Max Goldt wohnt auch in Berlin) waren schon restlos ausgebucht. Also musste der Buck kleinlaut rumtelefonieren, ob irgendwo noch Leute Bahnphobie, Beinbruch oder Haftstrafen bekamen und deshalb nicht mitkonnten. Das klappte dann!

Träger Buck

Buck ist im Osten und auf das Schlimmste eingestellt.

Praktischer Weise fuhren Andrea, Basti, die kleine Heike und der große Stephan mit demgleichen Zug, welcher sich zudem als derselbe entpuppte. Die müssen aber jenseits der Mauer in unseren Köpfen in einer windschiefen Penne nächtigen, während Buck in einer schönen kleinen Schule in einem der Villenviertel untergebracht ist. Da ist der Buck dann mit der S-Bahn hingefahren, inmitten von eindeutig als Kirchentagsbesuchern zu erkennenden Menschen, alle mit Rucksack, mildem Lächeln und Solidaritätsschaal um den Hals oder /kreativ/ ums Bein. Leuten wie dem Buck halt. Vor dem Bahnhof stehend fiel ebendiesem dann auf, dass Schule allgemein nicht weiträumig ausgeschildert sind und daher schwer zu finden. Also lief Buck einfach in irgendeine Richtung und stand nach einigen hundert Metern vor der Schule. So einfach geht das. Die Leute in der Schule waren offenbar 2 Wochen im Wal-Mart Trainingscamp gewesen, so freundlich waren die. Haben dem Buck nämlich erstmal eine kühle Dusche angeboten. Das hat der Buck schon allein deshalb gerne angenommen, weil er das nachher dem Appel erzählen kann, der verschwitzt und abgemüht Stunden nach dem Buck eintrifft.

Teil 2, Eröffnung (Mittwoch)
<kirchen>
Mitten in Berlin steht so ein Tor mitten auf der Straße. Früher war da auch ne Mauer, damit da nicht immer die Nazis durchrennen. Die ist jetzt aber weg, das ist ganz praktisch, da kann man da Demo machen oder Gottesdienst oder Würstchen verkaufen an die Nazis. Beim Kirchentag gibts da natürlich den Anfangsgottesdienst. Dieser ist natürlich sehr beliebt, zumal alle müde und hungig sind von der Anreise und gerne noch 2 Stunden in der Sonne irgendwo rumstehen, wo man ein Tor sieht und den verschwitzten Kerl vor sich. Das wollten wir eigentlich auch, zumal es eine gute Gelegenheit für den Buck ist, nette Leute kennenzulernen, die hinter ihm stehen und ihn am Hemd zupfen, weil sie nichts sehen können. Da ging nicht, war zu voll. Macht aber nichts, sind wir halt essen gegangen. Beim ZDF wurden Tröten verteilt. Die lustigen mit Membran, wo man auf der einen Seite reinkrächzt und dann auf der anderen Seite Sabber raussprüht. Sowas kriegen Kinder beim Zahnarzt damit Eltern dieselbe Angst vor dessen Besuch bekommen wie die Milchzahnverlierer. Die klugen Eltern erklären den Kleinen dann, dass das Teil viel lauter trötet, wenn man die Membran mit einem Loch versieht. Das klappt genau ein Mal. Wer die Nadine mitführt begegnet unheimlich vielen Menschen, die kennen nämlich alle. Deshalb heisst das auch Abend der Begegnung. Weil man Leuten besser begegnet, wenn man noch einigermaßen nüchtern ist, gab es auf der Abend der Begegnung auch nur Wasser statt Schnaps. Die Straße die früher bestimmt den Namen "Straße hinter dem Tor mit den Bäumen mit der Neurodermitis" trug heisst jetzt "Unter den Linden" und war voll von Kirchen-Tags-Besucher-Emblemtragenden Kirchen-Tags-Besucher-Emblem-Trägern und ebensolchen Kirchen-Tags-Besucher-Emblem-Händlern, die typischer Weise Bänder und einen gelben Schaal wohlfeil boten.

Buck verwechselbar mit unverwechselbarem Kirchentagsband


Auf dem Schaal steht dann Erlassjahr oder sowas. Und zwar weil die reichen Länder, die den armen Ländern ihr Geld geliehen haben das besser vergessen sollen, weil die ihr Geld irgendwie immernoch haben und die armen nicht, weshalb die ja auch die armen sind. Vielleicht haben die das auch nur versteckt in unterirdischen Bunkern und machen sich ein schönes Leben während sie Arm-Tu-Roboter bauen, damit die Spionagesatelliten das nicht mitbekommen mit den unterirdischen Pools. Das glaubt aber nicht jeder und deshalb gibt es viele Leute mit Schaal in der Sonne.

Teil 3, (Donnerstag)
Die Christen stehen morgens unglaulich früh auf, wo normale Menschen noch im Bett träumen. Da sind die Christen natürlich neidisch und bezeichnen das als unchristliche Zeit wenn man ausreichend lange schläft. Buck, der morgens nicht von seinem Schlafsack zu unterscheiden ist musste in Herrgottfrühe zur morgentlichen Bibelarbeit. Das ist sehr spannend und gibt die Orientierung für den Tag. Danach hat der Appel den Buck wieder geweckt und zu einer Diskussion geschleppt. Da diskutieren unglaublich kluge Menschen über schwierige Sachen. Und wie das aussieht erzählt der Buck dann nächstes Mal. Bis dahin gibt es aber schon viele Bilder zu gucken und zwar hier: Bilder-Buck

(Christian Buck)