Tim über Buck

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich den Buck 1993 kennen gelernt. Da uns die Konfessionszugehörigkeit eint und wir überdies fast im gleichen Jahr geboren wurden, schubste uns das Schicksal in die gleiche Konfirmandengruppe. Trotzdem wäre es vielleicht bei einer flüchtigen Bekanntschaft geblieben, hätten wir nicht den Appel als gemeinsamen Freund gehabt. Dieser überredete mich eine Jugendgruppe zu besuchen, zu der auch der Buck regelmäßig ging. So lernten wir uns langsam aber sicher besser kennen.

 

Ein Foto aus besagtem Jugendtreff, dem Bistrotreff: Dennis, Andrea und Tim

Neben seiner außergewöhnlichen Größe fiel der Buck auch damals schon durch seine ausschweifenden Gesten auf. Da ihm auch eine gewisse Trotteligkeit anhaftete und er mit ausgebreiteten Armen eine enorme Spannweite erreichen konnte, war es oftmals angebracht dem wild gestikulierenden Buck gegenüber einen kleinen Sicherheitsabstand einzuhalten. Des weiteren fiel er durch seine gepflegte "Mentosabhängigkeit" auf, die er mittlerweile zu Gunsten einer Koffeinsucht aufgegeben hat.

Buck bei seinem Lieblingsgenuß, dem Kaffee.

Bei verschiedenen Jugendfreizeiten, die uns unter Anderem nach Polen, Schweden und Irland führten, zeigte sich der Buck immer wieder als geselliger und unterhaltsamer Zeitgenosse, der zwar nicht "sporteln" konnte (und kann), aber unternehmungslustig und mit Humor das Kollektiv bereicherte. Besonders seine kleinen Versprecher (die besonders in Polen sehr häufig waren) sorgten für einige Lacher. "Macht mal die Luft auf zum Lüften!" und "Gegen was sind die Bonbons gesund?" waren noch die nachvollziehbarsten Kommentare, bei "Wenn man Licht hören könnte, wär`es bei Tim dunkler als hell." wird es schon schwerer nachvollziehbar.

 

Ein Foto aus Polen: Appel, Tim und Buck.

Mit den Jahren gewann der Buck, dessen Meinung, wie mir schien, immer ein wenig von Appel beeinflusst war, zunehmend an Profil. Seit er mit der Helga zusammen ist, traut er sich auch zusehens mehr hinter seinem Computer hervor, und das nicht nur, um Freizeitangebote in der Gemeinde wahrzunehmen. Außerdem ist er seither ein ganzes Stückchen aus seinem übermäßig rationalistischen Schneckenhäuschen herausgekommen. Insgesamt hat der Buck seit ich ihn kenne eine sehr positive Entwicklung durchgemacht, die ihn von einem lustigen Spiesgesellen zu einem echten freund hat werden lassen.

Ein Foto aus Irland: Buck, Appel, Tim und ?

Ein lustiges und vielleicht auch leicht peinliches Anekdötchen, an das der Buck nicht gerne erinnert wird, lässt sich auf den Jahreswechsel `96/`97 datieren: Einige Leute waren damals zu Andrea eingeladen, den Jahreswechsel gebührend zu feiern. Wie es der eigentlich ja eher bedächtige Buck geschafft hat, im Laufe nur eines einzigen Abends mit Sarah I.(die danach keine weitere Rolle mehr in seinem Leben spielen sollte), die auch eigentlich überhaupt nicht sein Typ war und ist, anzubandeln, weiß er wahrscheinlich selber nicht. Es war auch gar nicht sooo viel Alkohol im Spiel. Ich vermute das sind Erfahrungen, denen manche entgehen, manche eben nicht. Buck hat es jedenfalls verdrängt.

 

Aus Mangel an Fotos von Sarah (so ein Pech aber auch ;-)) hier ein Foto von Buck und Helga im Bistrotreff.

Was die Zukunft angeht, so bin ich mir sicher, dass dem Buck beruflicher Erfolg beschienen sein wird. Ich weiß eigentlich gar nicht so genau was er sich für die Zeit nach Abschluss des Studiums vorstellt, aber ich glaube der Buck ist auch so einer, der, wenn er bei der Einreise in die USA die obligatorische Frage zu hören bekommt, ob er vorhabe, die amerikanische Regierung zu stürzen, antworten könnte: "Das ist nicht mein einziges Ziel." Natürlich wünsche ich dem Buck für die Zukunft nur das Beste (auch, wenn das sehr abgegriffen klingt). Er sollte einfach so weiter machen wie bisher, ich finde er ist auf einem guten Weg.

(Tim Loppe)